Nach einer
ARD-Reportage vom 24.07.2002
Man kann wohl mit Sicherheit sagen,
dass es ohne V-Leute in Genua viel weniger Gewalt gegeben hätte.
Es waren nicht nur V-Leute, die die
Gewalt anheizten, es war ein genau inszeniertes Schlachtgemetzel, das
dort stattfand. Wie man weiß, wurden vor dem Beginn des Gipfels
enorme
Einreisekontrollen für die Demonstranten veranlasst und
durchgeführt. Viele Busse mit friedlichen Demonstranten wurden an
der Grenze aufgehalten und nicht ins Land gelassen, was ja richtig ist,
wenn Gewaltpotential vorhanden ist. Angeblich wollte man den
sogenannten "schwarzer Block" von gewaltbereiten Leuten nicht ins Land
lassen. In Genua ergab sich aber ein anderes Bild: Einerseits waren 20
000 Polizisten vorort, mit Wasserwerfern, Videokameras, Hubschraubern
usw. Andererseits sah man Bilder, die zeigten, dass der schwarze Block
ohne
Polizei-Gegenwart
durch die Innenstadt lief und anfing Autos anzuzünden.
Nachdem das vier Stunden ohne Unterbindung der Polizei getan werden konnte, marschierten
zwar die Polizisten auf, aber ließen den schwarzen Block
gewähren. Sie schauten zu, als dieser eine Bank stürmte und
anzündete und unternahmen nichts, als
er in einer U-Bahn-Unterführung Feuer legte, obwohl die Polizei 50
Meter
davon entfernt am anderen Ende stand. Dagegen wurden Journalisten, die
diese Szenen dokumentierten, angegriffen und geschlagen. Beim Sturm des
schwarzen Blocks auf eine Bank war ein Journalist vorort, der die ganze Szene
fotografierte. Er berichtete darüber in dem Film. Er sah, dass die
Leute aus dem
schwarzen Block ungehindert von der Polizei randalierten. Und nicht nur
das: Um die Leute, die die Bank stürmten, hatte sich ein Ring von
anscheinend
älteren Leuten gebildet die vermummt waren und Walki Talkis in der
Hand hatten, genau solche wie sie auch die Polizei hatte. Danach
verschwanden diese Leute. An anderer Stelle wird gezeigt, dass ein Mann
aus dem schwarzen Block direkt auf die Polizei zugeht sich mit Ihnen
unterhält, sie
zum Rückzug auffordert und diese das auch tut.
Weiterhin sieht man einen LKW, der Eisenstangen geladen hat, und
diese öffentlich verteilt werden. 100 Meter entfernt steht die
Polizei
und greift nicht ein. Anwohner erzählten, wie der schwarze Block
vor
ihrem Haus sein Lager aufschlug und auch Eisenstangen verteilte. Die
Polizei, die alarmiert wurde, ist nicht erschienen. Das ist nur ein
kleiner Eindruck von dem, was in dem Film gezeigt wurde, über den
schwarzen Block und seine augenscheinlichen Verbindungen zur Polizei.
An anderer Stelle sah man die Polizei aber mitten unter den nicht
vermummten friedlichen Demonstranten mit Schlagstöcken auf Frauen,
Journalisten und Sanitäter einschlagen. Eine deutsche Kamerafrau
ließ ihre Kamera laufen, als sie von 5-8 Polizisten
angegriffen wurde und unter Schlägen zu Boden ging. Sie wurde
getreten und
geschlagen, obwohl sie die ganze Zeit rief, dass sie von der Presse
sei.
Leute, die blutüberströmt am Boden lagen, wurden getreten und
geschlagen, Journalisten mit voller Wucht gegen Schaufensterscheiben
geworfen usw. In der zweiten Hälfte des Films wurde detailliert
darüber
aufgeklärt, in welcher Form die Regierung hier ihre Finger mit im
Spiel
hatte. Sie koordinierte alles über die Polizei-Zenrale.
Schockierend war auch der Bericht von einem Sanitäter, der in
einer
Polizeikaserne Dienst hatte. Er berichtete, dass die Festgenommenen,
die hergebracht wurden, vom Auto bis
ins Gebäude geduckt durch
einen Tunnel von Polizisten gehen mussten die auf sie einschlugen und
eintraten. Er berichtete von einer jungen deutsche Frau, die er
behandeln musste. Ihr waren sämtliche Vorderzähne
ausgeschlagen worden; die Wunde war frisch als er sie behandelte,
obwohl
die Frau schon seit Stunden in der Kaserne war. Ein junger Italiener,
der in diese Kaserne gebracht worden war, erzählte, dass die
Gefangenen stundenlang nackt
in der Zelle mit gespreizten Beinen stehen mussten, ohne sich zu
rühren und faschistische Lieder singen mussten, ansonsten wurden
sie geschlagen. Alle halbe Stunde kam ein Wächter und trat sie mit
dem Knie in den Magen.
Das schockierenste war
allerdings folgendes: Eine Regierunsgbeamtin, führte das
Kamerateam auf den Platz, wo die Polizei während des Gipfels das
Hauptquartier hatte, auf dem alle Polizisten zusammenkoordiniert wurden.
Laut Zeugenaussagen sollen dort die ganze Zeit faschistische Lieder
gesungen worden sein. Als der junge Mann erschossen wurde und die
Nachricht diesen Platz erreichte, sollen Jubelschreie und Applaus
überall
zu hören gewesen sein. Ranghohe Regierungsbeamte stießen laut
Zeugenaussage mit den Einsatzleitern und den Polizisten, mit Sekt auf
den Toten an. Sie propagierten den ersten toten im Krieg, so hieß
es.
Das Massaker in der Schule sollte bekannt sein. Dort wurde
auf schlafende Demonstranten eingeschlagen, viele Schwerstverletzte
wurden noch in ihren Schlafsäcken in die Krankenhäuser
gebracht. Eine sechzig Jahre alte deutsche Frau wurde geschlagen, sie
konnte durch Zufall das Gebäude "nur" mit einem gebrochenem Arm
verlassen. Die Schule war am nächsten Morgen noch voller
Blutlachen und
Pfützen, auch an den Wänden sah man überall Blut. Im
Film
wurde aufgezeigt,
dass die dort angeblich gefundenen Waffen und Molotowcocktails, die am
nächsten Tag der Presse vorgeführt wurden, am vorigen Tag auf
der
Straße beschlagnahmt wurden. Ranghohe Polizeibeamte hatten zwei
Molotowcocktails als Beweise dort platziert. Dadurch konnten sie alle
dort vorgefundenen Demonstranten anklagen wegen Mitgliedschaft einer
terroristischen Organisation. Einige saßen deshalb über Monate in Haft.
Die Reaktion in den öffentlichen Medien auf diese Dokumentation
war
gleich Null. Genau wie damals, als die Dokumentation "Die Kosovo
Lüge" in der ARD gesendet wurde.
Die Reportage ist frei zu sehen unter:
http://video.google.com/videoplay?docid=-8876259762606192748
Siehe auch Beweismittel in Genua-Verfahren "verschwunden": http://www.freace.de/artikel/200701/230107a.html
Rostock – geheime Staatsbedienste im "Schwarzen Block"? http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/3795488/
Die
Neutralisierung von
legitimen Demonstranten durch die Einschleusung von Provokateuren, ein
Film über die Demonstration von Seattle:
http://infokrieg.tv/infokrieg_videocast_black_block_100807.html