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Die Erde wandelt sich


Es ist kaum zu glauben, und doch belegen es die Erfahrungen, die ich während meiner Arbeit an zahlreichen Erdheilungsprojekten gesammelt habe: Die Erde hat sich in den Jahren 1998 bis 2000 von Grund auf verändert. Die Erdwandlungen fanden auf allen Ebenen statt – am wenigsten jedoch auf der physischen Ebene, die zu beobachten wir gewöhnt sind. [...]

Da wir einer Zivilisation angehören, die ausschließlich nach der physischen Ebene des Lebens giert, bemerken wir Veränderungen in anderen Bereichen kaum. Wir denken, fühlen und handeln auch weiterhin auf der Basis unserer altvertrauten Muster und ignorieren die phantastischen Möglichkeiten, die uns das vibrierende und nun vollständig erwachte Erdbewusstsein bietet. [...]

Wir müssen davon ausgehen, dass die Veränderungen, die auf den inneren Ebenen des Planeten fast zum Abschluss gekommen sind, nach und nach in unsere physische Wirklichkeit vordringen. Daher ist es erforderlich, dass wenigstens ein bestimmter Prozentsatz der Weltbevölkerung vorbereitet ist und über spirituelle Hilfsmittel verfügt, die ein Zusammenspiel mit den vielfältigen Veränderungen ermöglichen. [...]

Ende November 1999, an der Schwelle zum neuen Jahrtausend, besuchte ich Sao Paulo in Brasilien. Können Sie sich vorstellen, wie diese von einer Stadt bedeckte Landschaft, die Behausungen für mehr als 20 Millionen Menschen bietet, überleben soll, wenn sie nicht richtig atmen kann? Wohnblöcke und große Gruppen von Wolkenkratzern bedecken abwechseln eine Fläche, die sich Kilometer um Kilometer ausbreitet. Die Natur hat hier zum Atmen keinen Platz. [...]

Um die Qualität der Bodenstrahlung zu prüfen, ließ ich meine linke Hand wieder und wieder über den Boden federn (ich teste die Bodenstrahlung, indem ich meine Hand über den Boden halte, sie locker hebe und senke, damit sie dem Strahlungsmuster folgen kann), während ich an mehreren U-Bahn-Stationen auf meinem Weg in die Innenstadt anhielt. Ich wollte herausfinden, wie die Struktur dieser sich endlos ausdehnenden Stadt sich auf die Lebenskräfte auswirkte. Doch ich musste feststellen, dass da nichts war, was man hätte spüren können. Die Lebenskraft sollte eigentlich bis weit über den Kopf hinausreichen – dies konnte ich in jungfräulichen Wäldern und an anderen Orten beobachten, die ganz und gar ihre ursprüngliche Natur bewahrt hatten. Doch in der Megalopolis von Sao Paulo trifft dies nicht zu. Hier kommt man überwiegend zu der Auffassung, dass die Lebenskraft erschöpft ist und sich in eine dünne Vibrationsschicht verwandelt hat, die jeden Moment den Blick auf den Abgrund des Todes freigeben könnte.

Doch wurde mir in Sao Paulo eine Überraschung zuteil. Als ich mit meinem Gastgeber Franklin in die Stadtmitte ging, kamen wir auf einen mit Bäumen beflanzten Platz vor der Kathedrale, den die Einwohner „Se“ nennen. Plötzlich rief Franklin erstaunt: „Hier ist ja eine Mauer!“ Im Verlauf der letzten Jahre durfte ich seine Fähigkeit ausbilden, die unsichtbaren Dimensionen des Lebens wahrzunehmen. [...]

Ich hielt einen Moment inne, führte mein Bewusstsein tief in mein Inneres und in das Zentrum meines Seins, schloss meine Augen und machte mich bereit. Was ich „sah“ war geradezu unglaublich. Ich erkannte eine Säule, die sich aus subtilen aber kräftigen Vibrationen zusammensetzte und die Qualität weißen Kristall-Lichts hatte. Sie stand im unmittelbaren Kontrast zu den chaotischen Rhythmen, die die Menschen auf dem Platz zum Bild beitrugen, und zu der ungewöhnlich schwach ausgeprägten Lebenskraft des Platzes selbst. [...]

Es gab keinen Zweifel, diese Lichtsäule entsprach in ihrer Qualität genau jenen, auf die ich bereits an verschiedenen anderen Orten in Europa gestoßen war und die erstmals nach dem 10. Februar 1998 in Erscheinung getreten waren. Seit diesem Datum spüre ich die Manifestation bedeutender Erdwandlungen. [....] Typisch für dieses geomantische Phänomen ist der Eindruck ewiger Schönheit, der mit ihm einhergeht. Mir erschienen diese „Säulen“ wie die unsichtbaren Hände des Himmels auf Erden. Sie wachsen offenbar aus dem Boden heraus und leiten die edelsten Impulse des Universums auf die Erde.

Bei der weiteren Untersuchung der Stadtlandschaft von Sao Paulo stieß ich noch auf eine Reihe weiterer solcher „Inseln vollkommenen Lichts“. Es wurde offensichtlich, dass diese heilenden Lichtsäulen, die im Durcheinander des sehr geschwächten Organismus für Stabilität sorgen, dem drohenden Kollaps der Lebenskraft in dieser Stadt entgegenwirken. Die Erde mobilisiert wohl Selbstheilungskräfte, um den Zusammenbruch des existierenden Kräftesystems zu verhindern und einen festen neuen Kern zu schaffen, um den herum sich im Verlauf der Erdwandlungen neue Wirklichkeitsschichten aufbauen können. [...]

Seit Februar 1998 zeigt mir die Wirklichkeit zwei Gesichter, die wie parallel nebeneinander existieren. Einerseits bin ich mir des turbulenten und instabilen Zustandes der „alten“ und vertrauten Erde bewusst. [...] Andererseits nehme ich seit dem 10. Februar 1998 eine zweite, parallele Wirklichkeit wahr. Ich glaube, dass sie im Begriff ist, sich zu manifestieren, und dass sie ihn Zukunft die entscheidende Rolle übernehmen wird. [...]

Zusammenfassend stelle ich fest, dass sich im Zeitraum zwischen Februar und April 1998 eine entscheidende Verlagerung der ätherischen Aura der Erde ereignet hat, die durch eine veränderte Erdstrahlung erfahrbar wurde. Beginnend mit der Qualität des Erdelements, dann die Wasser- und Feuerqualitäten aufgreifend und schließlich bei der Qualität des Luftelements anlangend, durchdrang sie das gesamte Spektrum. Seit jener Zeit ist die ätherische Aura der Erde unverändert. Das bedeutet, dass die Erde sich selbst ein neues Nest gebaut hat oder, um genauer zu sein, eine Gebärmutter, in deren Inneren sie sich während des kommenden Zeitalters in einem tief greifenden Wandlungsprozess unterwerfen wird.

Anfang Mai 1998 wurde mein Heimatland Slowenien an seiner Westgrenze von einem starken Erdbeben heimgesucht. Obgleich einige Dörfer schwer in Mitleidenschaft geraten waren, kam kein Mensch zu schaden. Freunde, die in der betroffenen Region lebten, ließen mich an ihren Eindrücken teil haben. Sie hatten das Gefühl, dass die Erde sich große Mühe gab, nicht mehr Zerstörung anzurichten als unbedingt nötig. Als ich die Gegend kurz darauf besuchte und mit meinem inneren Blick in den zentralen Berg namens Krn hinschaute, erkannte ich, dass das unangenehme Erdbeben erforderlich gewesen war, um als Vorbereitung auf die Zukunft Raum für etwas Neues zu schaffen.

Ein paar Tage später, am 12. Mai, traf ich in Sonnenhausen, einem Ort in der Nähe von München [...] ein. Ich sollte dort eines meiner jährlichen Erdheilungsseminare abhalten. Als ich mich nach Orten umsah, an denen ich am nächsten Tag mit den am Seminar teilnehmenden arbeiten konnte, stieß ich auf einen Platz in einem nahe gelegenen Wald, der von Elementarwesen und Naturgeistern belebt war. Ich kannte ihn von früheren Aufenthalten gut, doch diesmal war ich entsetzt. Vor nicht allzu langer Zeit war eine riesenhafte Buche vom Wind abgebrochen worden, und sie lehnte nun mit ihrer Krone an den umstehenden Bäumen. Dennoch gedieh und wuchs der Baum weiter.

Die Qualität der spirituellen Atmosphäre im Umfeld der Buche war erstaunlich hoch, und es gab keine Spur von Trauer, obwohl die Zerstörung offensichtlich war. Als ich mich auf die subtileren Ebenen einstimmte, sah ich eine Doppelhelix, die sich aus einem roten und einem blauen Kraftstrang zusammensetzte und senkrecht aus dem Boden aufstieg. Meine Intuition sagte mir, dass der Baum abbrechen musste, um Platz für eine neue Kraftquelle zu schaffen, die aus der Erdoberfläche austreten wollte. In den darauf folgenden Monaten stieß ich auf einige ähnliche Erscheinungen, und immer waren sie begleitet von der gleichen frischen, gesunden, aus dem Boden austretenden Energie.

Nach dem Jahreswechsel 1998/99 wurde mir das Wesen der zweiten Phase der Erdwandlungen erheblich klarer. Inzwischen war der Prozess so weit fortgeschritten, dass ich die „neuen Kräfte“ wahrzunehmen vermochte, ohne dabei von merkwürdigen Ereignissen, die das Netz der physischen Wirklichkeit durchbrachen, abhängig zu sein. Seit jener Zeit erscheinen sie einfach als runde Öffnungen im ätherischen Organismus eines Ortes. Durch diese Öffnungen strömt die neue unbekannte Form von Energie aus und ergießt sich in das Umfeld. [...]


Marko Pogacnik: Die Erde wandelt sich. Erdveränderungen aus geomantischer Sicht. Norhaven 2001. S. 9 ff. Marko Pogacnik leitet Seminare zur Heilung von Orten und berät Kommunen und Ämter in Bezug auf Landschaftsschutz und -gestaltung.

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