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Die psychischen Folgen der Abtreibung
Dr. Susan Stanford, USA, Psychologin und selbst Betroffene: "Ich glaube
nicht, daß es irgend jemanden in unserer Gesellschaft gibt,
dessen Herz so gebrochen ist, wie die Herzen der Frauen nach einer
Abtreibung."
Abtreibung ist eine Todes-Erfahrung, und sie ist die Erfahrung von
Trauer. Wir wissen (jede psychologische Überlegung wird dies
bestätigen), welchen katastrophalen Verlust der Tod eines kleinen
Kindes für Eltern bedeutet. Ebenso ist bekannt, welchen
großen Verlust Frauen nach einer Fehlgeburt zu erleiden haben. Es
ist wirklich unverantwortlich, jenen Frauen, die vor einer Abtreibung
stehen, nicht bewußt zu machen, daß ihnen das gleiche
Leiden bevorsteht. Die gleiche Trauer um den gleichen Verlust, gerade
wie nach einer Fehlgeburt, nur noch schlimmer, da sie ja die
Entscheidung für die Abtreibung selbst getroffen haben. Es ist
also jene Auffassung absolut unhaltbar, eine Frau könne ein
ungeplantes oder ungewolltes Kind ohne weiteres, vor allem aber ohne
Konsequenzen, einfach loswerden. Schwerwiegende Konsequenzen kommen da
auf sie zu. Und ich spreche nicht von den Konsequenzen aus einer
spirituellen Perspektive, sondern vom psychischen Alptraum, der viele
Frauen erwartet. Wenn in einer Frau dieser Trauerprozeß beginnt,
weiß sie einfach nicht, was mit ihr geschieht. Und so versucht
sie, ihre Gefühle zu leugnen und sie zu unterdrücken. Solche
Frauen spüren und erleben ihren Verlust, aber sie erlauben sich
ihre Trauer nicht, da sie ja den Schritt zur Abtreibung selbst
gewählt haben. Und doch bräuchten sie ihre Trauer -
verzweifelt nötig hätten sie ihre Trauer. [...]
Nun ist aber die Psyche von komplizierter Struktur. Es ist uns nicht
möglich, bloß einen Teil unserer Emotionen zu kontrollieren
und den übrigen Teil freizugeben. Und während sie also
versucht, ihre Traurigkeit und ihre Trauer zu kontrollieren und sie
innerlich zu verleugnen, beginnt sie, auch alle anderen Gefühle zu
unterdrücken, bzw. sie spürt, daß alle anderen
Gefühle bereits unterdrückt sind. Und so schirmt sie ihre
Gefühle ab, eben auch jene Empfindungen, die für mich Familie
charakterisieren: sei es Freude oder Lachen oder einfach das
Gefühl von Leben. Wie sie sich nun ihrer Gefühle erwehrt, wie
sie versucht, das Gefäß ihrer Empfindungen abzudecken, es
gut und fest zu verschrauben, beginnt sie, eine emotionale Isolation zu
erleben. Ihre seelische Gesundheit wird in der Folge immer labiler. Es
beginnt für sie schwierig zu werden, ihre wichtigsten Beziehungen
aufrechtzuerhalten, da sie, was ihre Gefühlswelt angeht, wie
erfroren wirkt. Betroffen sind eben jene Gefühle, die für uns
alle notwendig sind: Ein gesundes Verhältnis zu den Hauptpersonen
unseres Lebens zu bewahren.
In einer Untersuchung wurde herausgestellt, daß sich 70 Prozent der
untersuchten Paare innerhalb eines Jahres nach der Abtreibung getrennt
haben, ob sie nun verheiratet waren oder nicht. Die Abtreibung war zu
einem unausgesprochenen Hindernis in ihrer Verbindung geworden. Der
Mann mag die Frau dabei fragen: "Bist du noch immer so empfindlich?
Langsam solltest du doch darüber wegkommen. Schieb es jetzt
beiseite!" Aber genau das kann sie nicht. [...]
Aber viele Frauen wollen den Grund ihres Leidens nicht wahr haben,
lieber flüchten sie in die unterschiedlichsten Auswege, um nur
irgendwie mit diesem Syndrom fertig zu werden, in dem sie jetzt stecken.
Manche Frauen werden hyperaktiv: arbeiten, arbeiten, arbeiten. Andere
Frauen kommen zum Drogenmißbrauch, Alkohol oder zu
Beruhigungsmitteln, verschreibungspflichtigen Arzneien oder sogar
illegalen Drogen. Ein weiterer Aspekt dieses Syndroms sind bei vielen
Frauen die Schlafstörungen. Entweder leiden sie an Schlaflosigkeit
oder an Alpträumen, an Baby-Alpträumen. Manche Frauen werden
von ihren Erinnerungen andauernd eingeholt, auch tagsüber. Sie
können offensichtlich diese gedankliche Beschäftigung mit
ihrem Kind nicht abschütteln. Es gibt aber auch Frauen, die
beinahe eine angstvolle Aversion gegen alles entwickeln, was mit Babys
zu tun hat. Wenn zum Beispiel eine Freundin schwanger wird, will sie nicht
beobachten müssen, wie das Baby wächst und sich entwickelt.
So kann es passieren, daß sie auf keinen Fall in die Nähe
einer Babyabteilung etwa eines Kaufhauses will, oder daß sie mit
Neffen und Nichten nichts mehr zu tun haben will. Sie wird versuchen,
sich von allem fernzuhalten, das irgendwie in Verbindung steht zum
wachsenden Leben.
Bei manchen Frauen entwickeln sich zwanghafte Verhaltensweisen.
Inzwischen wissen wir, daß ein solches Zwangsverhalten, ebenso
wie beim Alkoholismus oder bei sonstigem Drogenmißbrauch, im
Grunde der Versuch ist, eine viel tiefere und viel schmerzvollere
Verletzung zu überspielen. Tatsächlich wird manch eine Frau
wie von außen zusehen, daß sie dauernd dabei ist, sich zu
überessen, wie im Zwang, oder das Gegenteil ist der Fall, manche
Frauen wollen überhaupt nicht mehr essen, da ihre eigene
Wertschätzung sehr gering geworden ist. Manche Frauen suchen sogar
selbstzerstörerische, sich selbst strafende Verhaltensweisen.
Entweder bleiben sie in einem Verhältnis, in dem sie
mißbraucht werden, oder sie werden hochgradig permissiv. Solche
Frauen haben das Gefühl, eine intakte, liebende Beziehung und eine
erfüllte Geschlechtlichkeit nicht mehr zu verdienen. Und so
wechseln sie oft und oft ihre Partner, so, wie wenn sie es sich auf
viele Arten beweisen wollten, nichts mehr wert zu sein. [...]
Was aber ist notwendig, was muß geschehen, um derartig leidenden
Frauen wirklich helfen zu können? Viele Frauen werden Hilfe bei
einem Psychologen suchen. Doch wenn dann der Psychologe sich dieses
Syndroms nach einer Abtreibung nicht bewußt ist, dann werden
beide eher die Symptome angehen, als eben die eigentliche Ursache. Dann
wird eher der Alkoholismus angegangen und nicht der Grund, der sie zum
Trinken gebracht hat. Der Grund ist der Verlust eines Kindes. Und so
rate ich als allererstes: Sie muß trauern, sie muß den
Verlust betrauern und alle Gefühle durchleben, die damit an die
Oberfläche kommen: Den Ärger, den Zorn etwa auf den Arzt oder
auf irgend jemand anderen, der ihr zur Abtreibung geraten hat. Den
Schmerz, die Schuld und eben alle anderen Aspekte des Verlustes, durch
all das muß sie durch. Wenn sie nicht vorher schon einmal
ermutigt worden ist, die Trauer zu verarbeiten, dann kann es sein,
daß sie seit vielen Jahre derartig gequält worden ist. Sie
muß die Verneinung durchbrechen, diese Leugnung, in Wirklichkeit
ein Kind verloren zu haben. Ich muß diese Lüge immer von
neuem anprangern, die behauptet, es sei alles nur Gewebe, es sei nur ein
Zellhaufen.
Die Wahrheit ist: Es ist Leben, von Gott erschaffenes Leben. Es ist
erschaffen, und es ist ein Kind. Sie muß versuchen, das
anzunehmen. Nicht weil ich irgendeine Schuld unterschieben wollte,
nein, der einzige Grund, je von Schuld zu sprechen, ist die
Notwendigkeit, ihr den richtigen Weg zu ihrer Gesundung aufzuzeigen.
Darüber hinaus bin ich oft gefragt worden, ob eine Frau von den
Folgen einer Abtreibung ausschließlich durch psychologische Hilfe
geheilt werden könne, ohne eine religiöse Komponente. Meine
Antwort lautet: Nein. Ich glaube nicht, daß eine Abtreibung ganz
und gar ausheilen kann ohne die Heilkraft des Glaubens. Ich glaube, es
ist allein der Urheber des Lebens, der auch den Verlust des Lebens
heilen kann. [...]
© Aktion Leben
(http://www.aktion-leben.de/Abtreibung/Folgen%20der%20Abtreibung/sld02.htm)
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Eine Abtreibung ist ein schwerwiegender Eingriff in den
natürlichen Ablauf des weiblichen Organismus. Dies wird oft nicht
beachtet oder unterschätzt. Viele Frauen im
Schwangerschaftskonflikt sind in erster Linie so sehr mit der Frage
„Kind ja oder nein“ beschäftigt, dass sie etwaige Folgen der
Abtreibung gar nicht in Erwägung ziehen. Erst nach dem
Schwangerschaftsabbruch können sie davon überrascht werden.
Bedauerlicherweise werden diese Frauen oft nicht von ihrem Arzt und der
Beratungsstelle darauf aufmerksam gemacht, wenn sie sich selbst nicht
danach erkundigen.
Nachstehend eine Auflistung der möglichen seelischen und
körperlichen Folgen:
Seelisch und sozial
• Schlafstörungen, Alpträume
• Unbegründetes, unkontrolliertes Weinen
• Scham-, Reue- und Schuldgefühle
• Nicht angemessene Gefühlsregungen beim Anblick einer Schwangeren
bzw. eines Säuglings
• Gefühl der Verlassenheit und inneren Leere
• Gefühl der Einsamkeit, Ausgrenzung und Isolation
• Gefühl der emotionalen Gleichgültigkeit
• Allgemeine Angstzustände
• Starke Stimmungsschwankungen, Unausgeglichenheit
• Zeichen nervlicher Schwäche (z.B. Schweißausbrüche,
Zittern, Erröten, Erblassen, Nervosität)
• Innere Unruhe und Anspannung, Überaktivität
• Schwierigkeiten bei Konzentration und Gedächtnisleistungen
• Depression
• Gefühl des Verdammtseins bzw. Beschmutztseins hinsichtlich der
Beziehung zu einer höheren Macht oder den Menschen
• Selbstmordgedanken bis hin zu Selbstmordversuchen
• Absterben des Gefühlslebens («Roboter feeling»)
• Störung des Selbstwertgefühls
• Autoaggression (Nägelkauen, Zähneknirschen, Kratzen)
• Medikamenten, Alkohol- und Drogenmissbrauch
• Nicht angemessene Gefühlsreaktionen bei Geräuschen, die an
die Absaugcurettage erinnern (z.B. Absaugegerät beim Zahnarzt,
Staubsaugergeräusche)
• Zwanghaftes Wiedererleben der Abtreibung in der Erinnerung
• Mehrfachabtreibungen (zwanghafte Wiederholung)
• Erhöhter gefühlsmäßiger Widerstand bei
frauenärztlichen Untersuchungen
• Angst vor «Bestrafung» durch schwere Krankheit oder
Unfälle der anderen eigenen Kinder (Niobe-Syndrom)
• Gefühl des Verlustes der elterlichen Autorität
gegenüber den anderen Kindern
• Partnerschafts- und Beziehungsstörungen
• Trennung vom Partner
• lesbische Tendenzen
• Haß der Geschlechter
• Hass und Ekelgefühle gegenüber Sexualität
• Wut und Hass gegenüber dem Kindsvater, dem abtreibenden Arzt,
Männern generell
• Hilflosigkeit gegenüber den nachfolgenden Kindern mit einer
erhöhten Tendenz zu Misshandlung
• Abtreibung können sich generationsübergreifend in einer
Kette fortsetzen
• Den eigenen Körper ablehnen, Ekelgefühle
Körperlich
• Verletzungen der Gebärmutter
• ungewöhnliche Blutungen
• akute Infektionen
• Infektionen und ihre Folgen wie Fieber, Entzündungen
• Verwachsungen im Unterleib
• Menstruationsstörungen
• Probleme bei späteren gewollten Schwangerschaften
• Unfruchtbarkeit
• erhöhte Neigung zu Früh- und Fehlgeburten bei späteren
Schwangerschaften
• Erhöhte Rate an Eileiter- und Bauchhöhlenschwangerschaften
• Menstruationsbeschwerden
• Funktionelle Unterleibsbeschwerden (d.h. ohne direkte organische
Ursache)
• Funktionale Sexualstörungen (z.B. Störungen des
Sexualtriebes, Orgasmusstörungen, Frigidität)
• Migräne
Quelle: http://na.srvnet.de/